Elisabeth Báthory

Elizabeth (Erzsébet) von Báthory, verehelichte Nádasdy (1560 – 1614), gilt noch mehr als Gilles de Rais und Vlad Țepeș als historisches Vorbild für Dracula. Nach dem Tode ihres Mannes 1604 lebte die ungarische Gräfin ihren Sadismus und wohl auch lesbische Neigungen ungehemmt aus und tötete auf grausamste Art mindestens 40, wahrscheinlicher um die 80 Mädchen, manche behaupten bis zu 600. Sie trank wohl auch deren Blut und aß evtl. sogar deren Fleisch (Nekrophilie), die ihr angedichteten Blutbäder zur Schönheitspflege bzw. als Jungbrunnen sind wie ihre »Eiserne Jungfrau« jedoch Legende. Die »Tigerin in Menschengestalt«, »Hyäne von Csejte« (heute in Slowakien), »la comtesse sanglante« und »The World Champion Lady Vampire of all Time« wurde 1611 in ihrem Schloss mit zugemauerten Fenstern eingekerkert (ihre Komplizinnen verbrannt!) und starb, dem Wahnsinn verfallen, 1614.

Die Familie Báthory, ironischerweise weitläufig verwandt mit der Familie von Vlad Țepeș, wird übrigens 1520 erstmals erwähnt – als siebenbürgisches Fürstengeschlecht, das mehrere siebenbürgische Woiwoden und Fürsten und mit Stephan IV. sogar einen polnischen König (1576 – 1586) stellte! (Transsilvanien)


empfehlenswerte Literatur:

Farin, Michael: Heroine des Grauens – Elizabeth Báthory, München 1989

Kirchschlager, Michael: Historische Serienmörder. Menschliche Ungeheuer vom späten Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Mit Beiträgen von Mark Benecke und Stephan Harbort – Leipzig 2007

Axelrod, Gerald: Die Geheimnisse der Blutgräfin Elisabeth Báthory. Ihr Leben mit Fotografien aus der Slowakei, Österreich und Ungarn – Würzburg 2011

Codrescu, Andrei (Roman): Die Blutgräfin (The Blood Countess, New York 1995) – Bern/München/Wien 2000

interessantes Hörspiel, wenn auch eine ganz eigenständige Geschichte: Die Blutbaronin