Fledermaus-Biss tötet Menschen!

Zum ersten Mal seit genau 100 Jahren (seit 1902) ist in Großbritannien Ende November 2002 ein Mensch an Tollwut gestorben. Der 56-jährige Schotte David McRae, ein Naturschützer, der seit 15 Jahren mit Fledermäusen arbeitete, starb in Dundee an dem seltenen »Europäischen Fledermaus-Lyssavirus« (EBL), obwohl die britischen Inseln als tollwutfrei gelten. Allerdings starben in den vergangenen 26 Jahren in Großbritannien 11 Menschen an Tollwut, und erst Anfang November 2002 musste eine Britin aus Lancashire nach einem Fledermaus-Biss wegen Tollwut behandelt werden.
McRae wurde vor zwei Jahren einmal von einer Wasserfledermaus (Myotis daubentoni) gebissen; ob diese auch die Überträgerin des Virus war, ist ungeklärt.

In Deutschland starb zuletzt 1996 ein Mensch an Tollwut, der in Sri Lanka von einem Hund gebissen worden war.