30.10. bis 1.11.1998 
Barfüßerkloster in Grünberg bei Gießen
»Der dunkle Mythos«

Phantastisches Forum

Von denen Vampyren und Blutsaugern –

Jahrestreffen der »Transylvanian Society of Dracula« in Deutschland

YouTube: Bericht im Hessischen Rundfunk, Hessenschau, 1.11.1998

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Die Eröffnung am Samstagmorgend gestaltete Uwe Sommerlad (links) stilecht – mit einem Text von Lord Byron. 
Mitorganisator Hans Meurer (rechts), Autor von »Der dunkle Mythos«, schlugin seinem Eröffnungsvortrag  »Der dunkle Mythos – Historie und Mythologie« einen weiten und interessanten Bogen bis hin zu Engeln und UFOs. Sein Versuch, den »Pfähler« Vlad Țepeș reinzuwaschen, war allerdings eher peinlich. 
Der Theologe Dr. Marco Frenschkowski entführte anschließend in biblische Zeiten und sprach über »Die blutende Göttin – Lilith in christlicher und jüdischer Rezeption«.
Drei der vier Vampirologen versteckten sich bei ihren Vorträgen hinter dem  Knoblauchkranz (links Dr. Marco Frenschkowski und Hans Meurer, rechts Hans Meurer mit Uwe Sommerlad, der nachmittags über Dracula-Filme referierte). Ob sie sich wohl fürchten? Immerhin hatte Hans Meurer im Fernsehen einen Tip parat, wie man sich schützen könne, zumindest vor weiblichen Vampiren: Man solle die Nacht mit ihnen möglichst angenehm verbringen – am Morgen würden sie eh zu Staub zerfallen...
Friedhelm Schneidewind, Autor von »Das kleine Vampir-Abc« und »Das Lexikon rund ums Blut« verzichtete bei seinem Vortrag über »Biologische Grundlagen des real existierenden Vampirismus« auf den Schutz des Knoblauchkranzes und griff lieber zu neumodischem Teufelszeug wie einem Overhead-Projektor. 
Die Referenten waren vielgefragte Interviewpartner; links unterhält sich Friedhelm Schneidewind mit einem Reporter vom Hessischen Rundfunk (im Hintergrund Hans Meurer), rechts gibt er ein Fernsehinterview (neben dem HR berichtete auch RTL).
Am Abend wurde es unterhaltsam. Und was man nicht alles macht fürs Fernsehen – sogar ein Menuett (oder etwas ähnliches) wird da aufs Parkett gelegt (und von der Hessenschau auch gezeigt!).
Aber auch ohne Fernsehkameras war es lustig – und wurde getanzt, wenn auch nicht immer ganz so stilecht.
Die Gewinner des Kostümwettbewerbes: Auf den ersten Platz kam die Vampirin im hellen Kleid, zweiter  wurde der schwerttragende Werwolf(?)-Vampir(?).
»Carmilla« Ulrike Schneidewind war interessierte Beobachterin.

Ein Höhepunkt war am späten Abend die Tanzperformance »Requiem für einen Vampir« von und mit »Carmilla«Ulrike Schneidewind.

Michael Siefener entführte die Gäste zu mitternächtlicher Stunde in ein Land des subtilen Grauens.
Zum Abschlußbild versammelten sich am Sonntagmorgen Organisatoren, Referenten und einige Ehrengästen.
Der weitestgereiste Sarg der Welt, Carmillas »Luxussarg« wurde dann aus dem Kloster getragen von den Vampirologen (von links) Uwe Sommerlad, Friedhelm Schneidewind,  Ulrike Wyche und Norbert Borrmann, Autor des gerade erschienenen und beim Kongreß viel diskutierten Sachbuches »Vampirismus oder die Sehnsucht nach Unsterblichkeit«.